Nichts für wilde Partys

Jedes mittelalterliche Kleid verbirgt eine bestimmte Rolle. Demnach gibt es schlichtere Mittelalter Kleider, die an das rege Treiben auf dem Markt mit seinen Marktfrauen erinnern. Andere wiederum sind sehr aufwendig und edel verarbeitet und gehören daher zur Kategorie „Burgfräulein“ oder gar „Prinzessin“. Darüber hinaus können Frauen auch sehr schöne weiße dünne Kleider anziehen, die an eine Elbe oder Fee erinnern. Diese Kleider können auch zu einer Hochzeit getragen werden, wenn die Damen kein pompöses Brautkleid tragen und stattdessen lieber elfengleich in den Hafen der Ehe schweben möchten.

Die aufwendig verarbeiteten Mittelalter Kleider sind auch aus zweiter Hand etwas teurer als die schlichteren, aber deshalb nicht weniger schön als die neuen Prachtstücke.

Gerade für Mottopartys eignen sich diese Kleider sehr gut, wenn denn das Motto stimmt. Wer allerdings an Fasching etwas wilder feiert und tanzt, sollte sich eher die dünne und schlichte Variante besorgen, die es im Kostümhandel gibt. Wenn solch ein Kleid später zerreißt oder unentfernbare Flecken darauf sind, ist der Groll darüber nicht so groß, als wenn es mit einem „professionellen“ Mittelalter Kleid passiert wäre.

In der Gothic-Szene finden diese Mottopartys oft statt und so kann man sich bei der Auswahl des Kleides auch etwas mehr Zeit nehmen und auch mehr investieren. Hier gibt es aber auch wieder eine ganz andere Art der mittelalterlichen Kleider. Manche sind dann speziell für Gothic-Fans angefertigt und oft auch aus Leder oder Lack.

Typische Mittelalter Kleider dagegen werden nach wie vor aus Stoff gefertigt. Von Leinen über Samt bis hin zu Seide wird alles verwendet. Vorrangig werden diese pompösen Kleider jedoch aus Viskose hergestellt. Somit kann einem sehr hohen Preis entgegengewirkt werden, denn schon allein die Herstellung eines solch aufwendigen Kleides ist an der hohen Preisgestaltung beteiligt.